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Psychotherapie

Unter dem Begriff Psychotherapie werden heute verschiedenste Behandlungsverfahren zusammengefasst. Gemeinsam ist allen psychotherapeutischen Behandlungsmethoden, dass sie psychische oder psychosomatische Krankheiten mit psychologischen Mitteln angehen, um zielgerichtet Veränderungen im Erleben und Verhalten von Patienten zu bewirken. Professionelle Psychotherapie reicht von der psychologisch kundigen Führung über beratende und unterstützende psychologische Interventionen bis hin zum Einsatz spezieller Verfahren.

1 Geschichte

Die Psychotherapie ist eine moderne Erfindung. Der Begriff taucht erstmalig gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich und Holland auf. In allen Zeiten und in allen Kulturen haben Menschen Mittel und Wege der Lösung psychischer Probleme im Rahmen spiritueller, magischer oder philosophischer Systeme gefunden. Ärzte und Heiler, Priester und Schamanen oder Philosophen haben schon immer in ihre Zeit und ihre Kultur passende Vorstellungen entwickelt, was richtiges und gesundes Leben ist und wie körperliche und seelische Gesundheit geschützt und wiederhergestellt werden kann. Eine wissenschaftlich begründete Psychotherapie begann erst im späten 19. Jahrhundert mit der Hypnose. Aus dieser ging die erste umfassende und theoretisch begründete Form der Psychotherapie hervor, die mit ihren Weiterentwicklungen bis heute wichtige Psychoanalyse Sigmund Freuds (1856-1939).

2 Psychotherapieformen

Die Einordnung der verschiedenen Psychotherapieverfahren unter klassifizierende Oberbegriffe ist deswegen schwierig, weil einzelne Verfahren mit Recht der einen wie der anderen Kategorie zugeordnet werden könnten. Grundsätzlich lassen sich jedoch folgende Verfahren voneinander unterscheiden:

  • psychodynamische (Psychoanalyse und Tiefenpsychologie)
  • lerntheoretische (Verhaltenstherapie)
  • gesprächstherapeutische
  • systemische (Familientherapie)
  • erlebnisorientierte (Gestalttherapie)
  • averbale (Kunst-, Musik-, Tanz-, Atem-, Konzentrative Bewegungstherapie)
  • suggestive (Hypnose, EMDR=Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
  • imaginative (Katathymes Bilderleben) und
  • entspannende (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Biofedback).

 

Psychotherapie ist mehr als „gekaufte“ Freundschaft

Immer wenn Menschen miteinander in Beziehung stehen, nehmen sie mehr oder weniger intensiv, absichtlich oder unbemerkt aufeinander Einfluss. Besonders wenn es um Erziehung, Beratung, Trost und ähnliches geht, wird ganz offen versucht, das Erleben, die Einstellungen, das Denken oder Verhalten des Anderen zu beeinflussen und in eine bestimmte Richtung zu verändern. Psychotherapie unterscheidet sich grundsätzlich von solchen alltäglichen Formen der Einflussnahme:

  • Psychotherapie findet als Behandlung von Krankheiten statt. Krankheit ist dabei durch das subjektive Krankheitsgefühl zum Beispiel den Leidensdruck des Patienten definiert. Die Behandlung erfolgt nach fest bestimmten Regeln der Patient-Therapeut-Beziehung.
  • Psychotherapeutische Interventionen sind wissenschaftlich begründet. Sie basieren auf einer definierten Theorie der Persönlichkeit, des Verhaltens bzw. Erlebens, einer wissenschaftliche Krankheitstheorie und einer anerkannten Ausbildung.